Geschichte der Tierbestattung

antares TierbestattungenTierbestattungen sind keine Zeiterscheinung oder gar das Ergebnis übertriebener Zuneigung.

Zu allen Zeiten und überall auf der Erde haben Menschen den Tieren, die ihnen über lange Jahre Freunde und Begleiter waren, einen würdigen Abschied bereitet und bewahren ihnen ein ehrenvolles Gedenken.

Tierfriedhöfe im alten Ägypten

Schon im alten Ägypten waren Begräbnisstätten für die Tiere, die als heilig galten, üblich - der Krokodil-Friedhof am Nil war nichts Ungewöhnliches. Man ließ den verstorbenen Tieren besondere Verehrung zukommen.

So wurden Katzen und Hunde, aber auch Ibisse und Falken mumifiziert und in eigenen Friedhofsanlagen beigesetzt, damit sie fortan als ruhende Götter eine schützende und begleitende Rolle innehatten.

Der Hundefriedhof von Asnieres bei Paris

antares TierbestattungenDer 1889 gegründete Hundefriedhof von Paris, südlich von Paris in Asnières gelegen, ist ein Beispiel für die europäische Ausprägung des Tierfriedhofs. Der "Cimetière des chiens" gilt als der älteste Tierfriedhof der Welt. Hier sind neben Hunden auch Katzen, Kaninchen, Wellensittiche, aber auch ein Löwe und ein Pferd begraben.

In der Zeit seit seiner Eröffnung erfreute sich der Friedhof eines großen Zulaufs. Bis zum 20. Oktober 1900 wurden bereits 193 Bestattungen gezählt, 1988 gab es 55.000 Grabsteine. Inzwischen sind 100.000 Tiere begraben worden. Rin Tin Tin († 10. August 1932) ist hier begraben.

Zu erwähnen ist auch das 1919 begrabene Maskottchen der franz. Infanterie, Hund Mémère. Ebenfalls hier bestattet sind der Hauslöwe der Mitbegründerin des Friedhofs Marguerite Durand und das Schoßtier von Camille Saint-Saëns, dem Komponisten des Karnevals der Tiere.

Friedrich der Große

Alkmene, Arsinoe, Thysbe, Phillis, Diana, Thysbe II, Diana II, Pax, Superb und Amourette waren Friedrichs des Großen Lieblingshündinnen. „Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.“ war seine feste Überzeugung.

Unter diese schlichte Steinplatte in Sanssoucis wurden die sterblichen Überreste des „Alten Fritz“ zur allerletzten Ruhe umgebettet. Wie es sein Wunsch war, - neben ihm seine Lieblingshunde, - unter jeder Steinplatte ein Tier.

antares Tierbestattungen